Versandhandel und Weitergabe der Email-Adresse des Kunden an den Zusteller

 

 Beschluss der DSK vom 23.03.2018

  

Übermittlung von E-Mail-Adressen durch Onlineversandhändler an Postdienstleister

 

Die Übermittlung von E-Mail-Adressen durch Onlinehändler an Postdienstleister ist nur bei Vorliegen einer Einwilligung der Kunden in eben diese Übermittlung rechtmäßig.

 

Die Praxis hat gezeigt, dass es vielen Onlinehändlern möglich ist, die Zustellinformationen selbst an den Kunden weiterzugeben bzw. einen Link zur Sendungsverfolgung in die eigene Bestellbestätigung einzubinden. Dies stellt jedenfalls eine objektiv zumutbare Alternative dar.

 

 

 

Aus dem gleichen Grund wird auch die Erforderlichkeit im Rahmen des § 28 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BDSG bzw. Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DS-GVO verneint.

 

Dieser strenge Standpunkt wird von der Datenschutzkonferenz in Deutschland (DSK) in einem Beschluss vom 23.03.2018 eingenommen.